Trumpet Summit im November 2014 im Pantheon Casino Bonn - © Frank Schulze - Simon Seidl, Ryan Carniaux, Christian Ramond, Klaus Osterloh, Silvio Morger & Peter Protschka

Trumpet Summit im Pantheon Casino Bonn

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  • Trumpet Summit im November 2014 im Pantheon Casino Bonn: Frank Schulze

Peter Protschka’s Trumpet Summit

2014 hörte ich mal wieder die Langspielplatte „The Trumpet Summit Meets Oscar Peterson Big Four“ und da kam mir die Idee auch im Pantheon Casino Bonn einen Trumpet Summit stattfinden zu lassen. Sofort ein Griff zum Telefon und Peter Protschka angerufen!

Peter war sofort überzeugt und fand diese Idee großartig.
Eine Band war schnell zusammengestellt und so konnte der der Trumpet Summit am 6. November 2014 im legendären Pantheon Casino Bonn stattfinden.

Nachfolgend stelle ich noch einmal alle beteiligten Trompeter kurz vor und im Anschluß eine Fotogalerie von Frank Schulze, der diesen wunderbaren Konzertabend mit  vielen tollen Fotos für uns festgehalten hat.

Es kam auch noch andernorts zu einem Gastspiel dieser Formation. Natürlich immer mit großem Erfolg.


Hier die damalige Konzertankündigung im General-Anzeiger Bonn: www.general-anzeiger-bonn.de

Das Konzert wurde auch am 7.10.2014 im General-Anzeiger Bonn von Thomas Kölsch besprochen:

BONN. In der „Jazz in Concert“-Reihe hat Organisator Thomas Kimmerle versucht, eine interessante Band-Konstellation nachzubauen – und schuf so die Grundlage für einen fantastischen Abend.


Besetzung: Klaus Osterloh (Trompete), Ryan Carniaux (Trompete), Peter Protschka (Trompete), Simon Seidl (Piano), Christian Ramond (Kontrabass), Silvio Morger (Schlagzeug)


„In Anlehnung an die großen Trumpet Summits der vergangenen Jahrzente, bei denen legendäre Spieler wie Clark Terry oder Freddie Hubbard den direkten Vergleich nicht scheuten sondern suchten und die nicht nur in den USA sondern auch in Europa großen Anklang fanden und auf zahlreichen Tonträgeraufnahmen verewigt sind, treffen hier drei höchst individuelle und unterschiedliche Jazzsolisten aufeinander: Klaus Osterloh war 30 Jahre lang eine der stärksten solistischen Stimmen der renommierten WDR Bigband und ist für sein emotionales Trompetenspiel auch überregional bekannt, Peter Protschka zählt seit einigen Jahren zu den eigenständigsten Trompetenstimmen im jungen europäischen Jazz und der gebürtige New Yorker Ryan Carniaux ist diesseits wie jenseits des großen Teiches ein sehr gefragter Spieler, wenn es um energiegeladenen High Energy Jazz geht. Ein deutsches Summit der ganz besonderen Art, das Sie auf keinen Fall verpassen sollten!“


Klaus Osterloh

1952 in Bremen geboren, siedelte er schon nach wenigen Jahren ins Ruhrgebiet über. Schulbesuch und Musikstudium in Duisburg.

Er begann das Trompetespielen mit 9 Jahren und hatte von vornherein Spaß sowohl an den Etüden, die sein Lehrer ihm beibrachte als auch an alten Swingplatten zu Hause. Erster Erfolg nach einem Vorspielabend im Konservatorium: in einer Gaststätte auf dem Tisch stehend (sonst wäre er nicht zu sehen gewesen) solistische Einlage mit dem Mitternachtsblues.

Während der klassischen Trompetenausbildung sowohl Kirchenmusik (erste Konzerte mit dem späteren Barocktrompeter Friedemann Immer) als auch Jazzerfahrungen in Schülerbands.

Mit 16 Jahren Kontakte zur Düsseldorfer Jazz-Szene:

Jazz em Pöötzke, Düsseldorf Atlanta Jazzband, Axel Jungbluth Bigband, Klaus Esser Bigband, Brass and Beat Machine, Al Craig.

Nach dem Musikstudium für einige Jahre pädagogische Tätigkeit und Mitwirkung bei den Duisburger Sinfonikern und den Essener Philharmonikern.

1978 Wechsel nach Stuttgart:

Erwin Lehn und sein Südfunk-Tanzorchester (heute SWR Bigband), Bernd Rabe Quintett, Darktown Jazzband

viele CD-Einspielungen im Jazz und im Barockmusikbereich

ab 1983 Köln: WDR Bigband

(Chefdirigenten: Werner Müller bis 1985, Jerry van Rooyen bis 1995, Bill Dobbins bis 2002, seither Michael Abene) hier regelmäßige Zusammenarbeit mit Gastdirigenten und Jazz-Solisten aus aller Welt, zahlreiche TV-Produktionen, CD-Erscheinungen und internationale Tourneen

Die WDR Bigband erhielt im Februar 2007 den Grammy als „Best Large Jazz Ensemble“ für die CD „Some Skunk Funk“ mit Michael und Randy Brecker, 2008 für die Einspielung des Albums „Avant Gershwin“ mit Patti Austin.

Klaus Osterloh ist dem alten Jazz sehr verbunden. Er leitet die Atlanta Jazzband Köln, spielt regelmäßig in Projekten wie „Jazzgeschichte(n) mit dem Frank Wunsch Ensemble“ und Bands wie dem High Society Jazz 4tet und seinem Hot Jazz Trio. Er schreibt Musik, unterrichtete mehrere Jahre am Jazz-Seminar der Musikhochschule in Köln und ist seit der Gründung Mitglied des barocken Trompetenconsorts Friedemann Immer, das den „Blooze“ auf originalen Instrumenten musiziert.


Ryan Carniaux

„I was born in New York City and raised outside Providence, Rhode Island. Already as a teenager I have been a working musician, playing in various bands throughout New England. During these formative years, I had the great opportunity to sit in and sub for the local Monday night big band, the John Almark Jazz Orchestra. It was here, playing in a band consisting mostly of veterans of the Buddy Rich or Woody Herman Big bands, that I began to hone my skills as a jazz man. Shortly thereafter, I was awarded a scholarship to attend Berklee College of Music in Boston. Being at Berklee was a wonderful experience for me; I got to meet and play with musicians from all over the world, learn from some of the best music educators around, and PLAY. While at Berklee, I had the chance to study trumpet with Tiger Okoshi and Greg Hopkins, composition and arranging with Phil Wilson and Ken Pullig, and participate in ensemble classes with Bill Pierce and Gorge Garzone.

Upon graduating from Berklee, my future wife asked me to move to Europe. I decided to give it a try and in 2003 hoped on a plane and enrolled in a Masters Program at the Conservatory Maastricht. Today I am living in Cologne. While staying in touch with musicians from the US, I also have played with some of the best young jazz musicians of Europe in the past eight years.
The past few years have had me very busy touring with so many beautiful musicians that to list them all would be excessive. However, I am particularly proud to have performed with several jazz legends. I toured with jazz singer Mark Murphy in both Austria and the Czech Republic. While working with Peter Herbolzheimers’ band, I played some concerts with Benny Golson. I was also invited to play in France with tenor man Eric Alexander, and toured Germany , Russia, and recently recorded with famous jazz educator and saxophonist Jerry Bergonzi. Playing with the German band TTT has allowed me to frequently work with Manfred Schoof, Gerd Dudek and Wolfgang Lackerschmid (the producer of my new album). It has been an honor for me to work with and learn from these elder statesmen.
Being from the US but living in Europe for the past eight years has taught me to combine the best elements of the rich heritage of American and European jazz. After playing a solid supporting role or sharing the spotlight playing festivals and clubs all over the world as a sideman, I feel it is now time to do my own thing. In my quartet, I have assembled my favorite musical peers. Everybody in this band has his own unique voice, yet plays for the greater sound of the band. The amazing musicians supporting me in this truly international band will be featured in more detail in the following section.“ – Ryan Carniaux

Peter Protschka
Peter Protschka, Jahrgang 1977, zählt zu den vielseitigsten und interessantesten deutschen Jazztrompetensolisten der jüngeren Generation. Pure Energie und Leidenschaft zeichnen sein Spiel und seine Kompositionen aus. Sie sind eine Verneigung vor dem amerikanischen Jazz, wie er sich seit den frühen 60er Jahren entwickelt hat, und haben dabei immer eine sehr persönliche, europäische Note.

„Die Musik aus der Ära des Hard- und auch des Postbop hat mich schon immer sehr fasziniert und angezogen; ich mag die Energie, den Soul, den Humor und auch den Lifestyle, die diese Stilistik prägen“, meint der Musiker hierzu selbst. „Deshalb spiegelt sich auch in all meinen Jazzprojekten der Sound dieser Ära wider; sei es in meinem aktuellen Quartett oder in meinem Art Blakey Tributesextett „The Art Of The Message“. Natürlich klingt das Quartett nicht wie eine amerikanische Band aus den 60ern. Wir haben ja einen ganz anderen Background als die Musiker damals. Aber mich interessiert grundsätzlich die Auseinandersetzung mit der Geschichte, deshalb höre ich neben viel Jazz auch gerne klassische Musik und leite verschiedene Crossoverprojekte, in denen ich unter anderem Barocktrompete spiele.“

Neben den klassischen Einflüssen bindet Protschka aktuelle musikalische Strömungen in sein Spiel ein, die über den Postbop hinausweisen. Die größten kompositorischen Inspirationsquellen findet er jedoch bis heute in den legendären Combobesetzungen und deren Komponisten. „Musiker wie Kenny Barron, Joe Henderson, Tom Harrell oder Wynton Marsalis haben wegweisende Plattendokumente aufgenommen und tun dies teilweise auch heute noch. Für mich ist dies keine Hinwendung zu einer abgeschlossenen Vergangenheit, sondern das Fortführen und Weiterentwickeln einer großen Tradition.“

Protschka lebt mitten in Köln und ist in den letzten Jahren viel gereist; regelmäßig unter anderem nach New York und Paris; dort tankt er Anregungen und Energie. Der urbane Klang dieser Metropolen prägt seine Musik- sie ist ein ehrliches Bekenntnis zur eigenen musikalischen Wahrheit. Dass Protschkas Sound  auf der Trompete wie auf dem Flügelhorn dabei umwerfend schön und höchst sinnlich ist, macht den Hörgenuss vollends zum Erlebnis.


Fotogalerie von Frank Schulze.

Kontakt mit Frank Schulze aufnehmen: E-Mail schreiben

©Frank Schulze

 

 

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